Ortmann-Sternberg Futtermittel & Landhandel
Ortmann-SternbergFuttermittel & Landhandel

Tiergerechte Milchviehhaltung und gesundheitsförderndes Herdenmanagement

Zu diesem Thema referierte Ellen Ortmann-Sternberg im Rahmen eines Seminars der Brandenburgischen Landwirtschaftsakademie und diskutierte mit den Mitgliedern der Erzeugergemeinschaft „Flämingmilch“

 

Seit nunmehr 19 Jahren leitet Frau Ortmann-Sternberg die Milchproduktion in der PG „Flämingrind“ eG Kranepuhl. Der Bestand wurde mit einer Leistung von 4900 Milchkilogramm im Jahr 1995 von ihr übernommen. Seitdem entwickelte sich die Leistung stetig, wie das folgende Diagramm zeigt.

Wie schafft man das? Die Milchleistung auf ein hohes Niveau zu bringen und dabei die Fruchtbarkeit und Tiergesundheit nicht zu vernachlässigen?

Das Eine schließt das Andere nicht aus, vielmehr gelingt das als eine Einheit. „Kühe möglichst stressfrei halten und versorgen“ das ist unser oberstes Gebot, so Ellen Ortmann-Sternberg. Natürlich steht an erster Stelle die bedarfsgerechte Versorgung über die Futterration. In Kranepuhl werden die Kühe einphasig gefüttert, sowohl in der melkenden, als auch in der trockenstehenden Phase. Es gibt 2 melkende Gruppen – Gruppe 1 alle Tiere ab der 2.Laktation und Gruppe 2 alle Tiere in der 1.Laktation. Die Trockensteher werden gemeinsam mit den tragenden Färsen in einer Gruppe gehalten. „Auch für den Melker und den Fütterer ist das ein einfaches System und Fehler können minimiert werden.“ Besonderes Augenmerk legt der Betrieb auf Kontinuität. Futterkomponenten werden nur in der Menge verändert, wenn die Silagen wechseln. Nährstoffsynchronisation und Verfügbarkeit der Wirkstoffe hat sich mit dem  innovativen Produkt ‚Sano HP 600‘ nochmals verbessert. „Ich habe den Eindruck, dass die Tiere durch die ätherischen Öle im Mipro HP 600 mehr fressen. Die vorgelegte Ration riecht gut und durch die höhere TS-Aufnahme der Kühe reduzieren wir nochmal den Abbau von Körperreserven nach dem Kalben“ freut sich Ellen Ortmann-Sternberg.

 „Mit diesem  System  arbeiten wir mittlerweile 5 Jahre. Alle anderen Kennzahlen haben sich zur Leistungssteigerung auch positiv entwickelt. Besonders stolz sind wir auf unsere geringen Zellzahlen, die niedrige Remontierungsrate von 22 % und das geringe Erstkalbealter von 24 Monaten. Unsere Kühe werden besonders alt und haben beim Abgang eine effektive Lebensleistung von aktuell  17,1 Milchkilogramm/ Lebenstag .

Bereits die Jungkühe haben eine Jahresleistung von 680 FEK. Kontinuierlich verkaufen wir tragende Färsen.“ Freut sich Ellen Ortmann-Sternberg.“Wir denken, dass wir die Leistung pro Kuh auf diese Weise nochmals erhöhen können.“ 

 

Aktuell gibt die Herde 32 kg Milch mit 4,5 % Fett und 3,5 % Eiweiß. Durch die hohen Inhaltsstoffe bekommt der Betrieb zu den Zuschlägen für Menge und Qualität im Durchschnitt noch 2-3 Cent zum Grundpreis dazu, so dass die Auszahlungspreise in den ersten 3 Monaten dieses Jahres teilweise bei 44 Cent / kg Milch lagen.